Installation, Updates & Sicherung
Werksreset durchführen
Eine EasyUC-Installation auf den Auslieferungszustand zurücksetzen; die Lizenz bleibt erhalten.
In EasyUC: Manager → Werksreset
Wozu dient das
Der Werksreset verwirft die Datenbanken der Installation und baut sie leer neu auf. Danach ist die Installation so leer wie nach der Erstinstallation. Das brauchen Sie zum Beispiel, bevor Sie eine 3.x-Anlage migrieren, denn die Migration setzt ein leeres Ziel voraus, oder wenn eine Testinstallation neu beginnen soll.
Die Lizenz bleibt erhalten. Der Lauf sichert sie vor dem Verwerfen und schreibt sie danach zurück. Der Manager selbst ist nicht betroffen: Er läuft getrennt von der Installation und bleibt erreichbar, auch wenn der Lauf scheitert.
Voraussetzungen
- Anmeldung am Manager und das Passwort des Manager-Kontos.
- Eine installierte Lizenz. Ohne Lizenzzeile lässt sich nach dem Reset nicht belegen, dass die richtige Lizenz zurückkam.
- Eine Sicherung, die Sie zurückspielen können. Für die Vollsicherung vor dem Reset muss mindestens ein Backup-Schlüssel hinterlegt sein.
- Ein Wartungsfenster. Die Installation ist während des Laufs stillgelegt.
Schritt für Schritt
Felder und Optionen
| Feld / Aktion | Bedeutung und Verwendung |
|---|---|
| Werksreset komplett | Auslieferungszustand: Beide Datenbanken werden verworfen und neu aufgebaut. Auch die Benutzerkonten entstehen neu; das Eigentümerkonto hat danach kein Passwort. |
| Benutzerkonten behalten | Die Datenbank mit den Benutzerkonten bleibt stehen. Alle übrigen Nutzdaten werden trotzdem gelöscht, und die Zuordnungen der Konten zu Verbindungen und Standorten werden geleert. |
| Migrationsarchiv mitloeschen | Standard aus. Ein bereits hochgeladenes Archiv einer 3.x-Anlage bleibt dann für die anschließende Migration liegen. |
| Vorher eine Vollsicherung erstellen | Standard an, sobald ein Backup-Schlüssel hinterlegt ist. Nur so überleben Dateien und Elasticsearch-Daten den Reset. Die Instanz bleibt dafür länger stillgelegt. |
| Ohne Vollsicherung fortfahren, falls sie scheitert | Standard aus: Scheitert die Vollsicherung, bricht der Reset ab, ohne etwas zu löschen. |
| Pflicht-Backup | Der Lauf erstellt immer ein Datenbank-Backup, bevor er etwas löscht. |
| CUCM-Verbindungen aktuell | Anzahl der angelegten CUCM-Verbindungen. Für eine Migration muss hier 0 stehen. |
| Instanz wieder starten | Hebt nach einem gescheiterten Lauf die Stilllegung auf. Setzt nichts zurück und spielt kein Backup ein. |
Ergebnis prüfen und Fehler eingrenzen
- Der Bericht zeigt „Die Lizenz ist erhalten“ und unter CUCM-Verbindungen aktuell den Wert 0 mit dem Hinweis „Leer — die Instanz taugt als Migrationsziel.“
- „Stimmt nicht mit dem Namespace der Instanz ueberein. Gross- und Kleinschreibung zaehlt.“: Eingabe korrigieren.
- „Die Vollsicherung ist gescheitert — der Reset wurde abgebrochen“: Es wurde nichts gelöscht, die Instanz läuft wieder an. Ursache beheben und erneut starten.
- „Der Lauf ist gescheitert“: Die Instanz kann in einem halbfertigen Zustand sein und bleibt stillgelegt. Wiederholen Sie den Lauf oder spielen Sie das Pflicht-Backup zurück.
- „Exit-Code 1 — durchgelaufen, mit Warnungen“ ist bei diesem Lauf der Regelfall. Nur ein Blocker (Exit-Code 2) stoppt ihn.
- „Die Lizenz ist NICHT nachweisbar erhalten“: Installieren Sie die Lizenz erneut, bevor Sie weiterarbeiten.
- „Eine Vollsicherung ist derzeit nicht moeglich“: Hinterlegen Sie unter Sicherung einen Backup-Schlüssel und aktualisieren Sie die Seite.
- Die Seite schreibt Umlaute in ihren Beschriftungen als ae, oe und ue. Dieses Kapitel gibt die Beschriftungen so wieder, wie die Oberfläche sie zeigt.