EasyUC für Cisco
CUBE und Analog-Gateways administrieren
SSH-Zugänge, Voice-Ports, Konfigurationssätze, Zertifikate, aktive Anrufe und CUBE-Debug.
In EasyUC: EasyUC Cisco → Gateways → Analog-GWs / CUBEs
Wozu dient das
Unter Gateways verwaltet EasyUC Cisco-IOS-Geräte per SSH. Analog-GWs zeigt die VG-Gateways aus dem CUCM mit Registrierungsstatus und Zahl der aktiven Anrufe. CUBEs zeigt die Cisco Unified Border Elements, die Sie selbst in EasyUC eintragen. EasyUC meldet sich per SSH am Gerät an, liest dessen Zustand mit show-Befehlen und führt auf Anforderung Konfigurationsbefehle aus.
An Analog-Gateways sehen Sie Voice-Ports mit Signalisierung und Zustand, lesen die Konfiguration eines Ports samt zugehöriger Dial-Peers und wenden gespeicherte Konfigurationssätze an. An beiden Gerätearten lesen Sie Netzwerkschnittstellen, Systemversion, Zertifikate und aktive Anrufe und können ein Gespräch beenden.
Für CUBEs gibt es zusätzlich die Debug-Aufzeichnung. EasyUC schaltet auf dem CUBE „debug ccsip messages“ und „debug voip dialpeer inout“ ein, empfängt die Ausgabe per Syslog und speichert sie für die Anrufdiagnose. Ein Wächter überwacht den CUBE und schaltet bei Überlast selbst ab.
Der Cisco CUBE ist ein eigenes Gerät im Netz. Er ist nicht der in EasyUC integrierte Teams-SBC.
Voraussetzungen
- Lizenzmodul
cucm. Das Menü Gateways erscheint mitROLE_APP_GATEWAYSund mindestens einem Abschnittsrecht. - Analog-GWs ansehen:
ROLE_APP_GATEWAYS_ANALOG. Ändern, testen, Ports schalten, Konfiguration anwenden: zusätzlichROLE_APP_GATEWAYS_ANALOG_EDIT. - CUBEs ansehen:
ROLE_APP_GATEWAYS_CUBE. Ändern, testen, Anruf beenden, Debug-Aufzeichnung schalten: zusätzlichROLE_APP_GATEWAYS_CUBE_EDIT. - Administratoren (
ROLE_APP_ADMIN,ROLE_OWNER,ROLE_ADMIN,ROLE_SUPER_ADMIN) haben alle Gateway-Rechte.ROLE_APP_TEMPLATEallein genügt nicht. - Standard-Zugangsdaten ändern, einen CUBE anlegen und Host oder SSH-Port eines Gateways setzen: Bearbeitungsrechte für beide Bereiche (
ROLE_APP_GATEWAYS_ANALOG_EDITundROLE_APP_GATEWAYS_CUBE_EDIT). - Das Gateway ist von der EasyUC-Appliance per SSH erreichbar. Der SSH-Port ist in der Vorgabe 22.
- Ein SSH-Benutzer auf dem Gateway mit den Rechten für die gewünschte Aktion. Verlangt das Gerät ein Enable-Passwort, muss es hinterlegt sein.
- Analog-Gateways sind im CUCM angelegt. EasyUC liest die Liste aus der aktiven CUCM-Verbindung.
- Für die Debug-Aufzeichnung: Der CUBE erreicht die EasyUC-Appliance per Syslog (UDP). Das Syslog-Ziel ist unter Speicher & Syslog oder am CUBE eingetragen.
- Die SSH-Zugangsdaten für Details (SSH) der CUCM-Knoten auf der Startseite sind eine eigene Einstellung mit den Rollen
ROLE_APP_CUCM_NODE_DETAILSundROLE_APP_CUCM_NODE_DETAILS_EDIT. Sie gelten nicht für Gateways.
Schritt für Schritt: Standard-Zugangsdaten für Gateways hinterlegen
Schritt für Schritt: Analog-Gateway mit eigenem Host und Zugang versehen
Schritt für Schritt: Cisco CUBE hinzufügen
Schritt für Schritt: Voice-Ports prüfen und schalten
Schritt für Schritt: Konfigurationssatz anlegen und auf einen Port anwenden
Schritt für Schritt: Netzwerk, Zertifikate und aktive Anrufe prüfen
Schritt für Schritt: Speicher und Syslog für die CUBE-Debug-Aufzeichnung festlegen
Schritt für Schritt: Debug-Aufzeichnung an einem CUBE einschalten und auswerten
Felder und Optionen
| Feld / Aktion | Bedeutung und Verwendung |
|---|---|
| Satz | Name eines Standard-Zugangsdatensatzes. Er erscheint nach einem erfolgreichen Test in der Spalte Zugangsdaten des Gateways. |
| Zugangsdaten (Spalte) | Individuell bei eigenen Zugangsdaten, sonst der Name des zuletzt erfolgreichen Standardsatzes. Ein Strich bedeutet: noch nicht getestet. |
| Status (Analog-GWs) | Registriert, nicht registriert oder Unbekannt, wie der CUCM es meldet. |
| SSH-Port | TCP-Port für SSH. Vorgabe 22. Host und SSH-Port eines Gateways ändern nur Benutzer mit Bearbeitungsrechten für beide Gateway-Bereiche. |
| Enable-Passwort | Optional. Wird verwendet, wenn der SSH-Benutzer nicht direkt im privilegierten Modus landet. |
| Ersetzen-Modus | Gleicht Port und Dial-Peer genau an den Satz an und entfernt überflüssige Befehle. Ohne Ersetzen-Modus werden die Befehle nur ergänzt. |
| {PORT} und weitere Variablen | {PORT} setzt EasyUC aus dem Zielport. Jede andere Variable in geschweiften Klammern wird beim Anwenden abgefragt. |
| Herunterfahren / Hochfahren | Ändert den administrativen Zustand eines Voice-Ports. Ein heruntergefahrener Port nimmt keine Anrufe an. |
| Debug (Spalte CUBEs) | Zustand der Aufzeichnung: an, aus, automatisch aus oder unbekannt. Zusätzliche Marken Console-Logging und Monitor-Logging warnen vor riskanter Logging-Konfiguration. |
| Aufbewahrung | 1, 7 oder 30 Tage oder unbegrenzt (Vorgabe). Ältere Daten löscht der Wächter stündlich. Bei Unbegrenzt wird nichts automatisch gelöscht. |
| Logging-Basis setzen | EasyUC setzt die Logging-Konfiguration für die Aufzeichnung und baut sie beim Ausschalten zurück. Ohne Basis müssen Syslog-Ziel, origin-id und „logging trap debugging“ schon auf dem CUBE stehen. |
| Speicherdeckel (MB) | Obergrenze für alle CUBEs zusammen. Erlaubt 64 bis 65536, Vorgabe 1024. |
| Syslog-Ziele | Höchstens 8 IPv4-Adressen der Appliance. |
| Syslog-Port (UDP) | Erlaubt 1024 bis 65535, Vorgabe 5514. |
| Höchstens Zeilen pro Sekunde je CUBE | Erlaubt 100 bis 20000, Vorgabe 2000. Darüber verwirft der Empfang. Dauerhaft darüber schaltet der Wächter die Aufzeichnung ab. |
| Wächter | Schaltet automatisch ab bei 1-Minuten-CPU ab 70 % (zweimal) bzw. ab 80 % (einmal), freiem Speicher unter 15 %, steigenden Logger-Verlusten, zu vielen Zeilen pro Sekunde oder „logging console debugging“. EasyUC schaltet nie von selbst wieder ein. |
Ergebnis prüfen und Fehler eingrenzen
- Erfolg beim SSH-Zugang: Testen bzw. Verbindung testen liefert ein Ergebnis ohne Fehler und die Reiter der Detailseite füllen sich.
- „In diesem CUCM wurden keine VG-Gateways gefunden.“: Die aktive CUCM-Verbindung enthält keine VG-Gateways. Prüfen Sie die gewählte Verbindung.
- „Noch keine Gateways konfiguriert.“: Unter CUBEs ist noch kein CUBE eingetragen.
- Die Schaltfläche Ports fehlt oder ist grau: Für das Gateway ist keine IP-Adresse bekannt oder es gibt noch keinen eigenen Eintrag. Ein Benutzer mit beiden Gateway-Bearbeitungsrechten muss den Eintrag über Zugangsdaten anlegen.
- In der Spalte Aktive Anrufe steht ein Warnzeichen: Die Abfrage ist fehlgeschlagen. Der Tooltip nennt den Grund oder „Abfrage fehlgeschlagen“. Das ist keine Aussage über den Zustand des Geräts.
- „Keine Ports gefunden.“ oder „Kein Dial-Peer verweist auf diesen Port.“: Das Gateway meldet keine Voice-Ports bzw. der Port ist in keinem Dial-Peer eingetragen.
- „Noch keine gespeicherten Konfigurationssätze – legen Sie oben unter „Konfigurationssätze“ einen an.“: Speichern Sie zuerst einen Satz.
- Standard-Zugangsdaten wirken auf alle Gateways ohne eigene Zugangsdaten. Eine Änderung betrifft nie nur ein einzelnes Gerät.
- „Die Vorprüfung blockiert das Einschalten – am CUBE wurde nichts geändert.“: Beheben Sie die blockierenden Punkte der Vorprüfung, zum Beispiel „logging console“ auf debugging oder ein fehlendes Syslog-Ziel.
- „Kein Syslog-Ziel – bitte eintragen.“: Tragen Sie unter Speicher & Syslog oder am CUBE eine Adresse ein.
- „Der CUBE ist per SSH nicht erreichbar.“ oder „Keine Zugangsdaten für den CUBE.“: Prüfen Sie Adresse, SSH-Port und Zugangsdaten.
- „Der Speicherdeckel ist erreicht: der Empfang pausiert, neue Zeilen werden verworfen.“: Verkürzen Sie die Aufbewahrung oder erhöhen Sie den Deckel unter Speicher & Syslog.
- „Automatisch ausgeschaltet am …“ mit Grund, zum Beispiel „CPU-Last zu hoch“: Der Wächter hat abgeschaltet. Klären Sie die Ursache und schalten Sie nach erneuter Vorprüfung wieder ein.
- Nach dem Löschen eines CUBEs mit laufender Aufzeichnung kann ein Hinweis erscheinen, dass sich die Debugs am Gerät nicht vollständig beenden ließen. Prüfen Sie dann am CUBE „show debugging“ und die Logging-Konfiguration von Hand.
- Gespeichert wird die gesamte Debug-Ausgabe einschließlich Rufnummern. Authorization-Header und SRTP-Schlüssel werden vor dem Speichern geschwärzt.