Backup und Wiederherstellung
Was Datenbank-Backup und Vollsicherung enthalten, wie Sie sie planen und wiederherstellen und was Sie getrennt aufbewahren müssen.
Was gesichert wird
EasyUC kennt zwei Arten der Sicherung. Das Datenbank-Backup umfasst die MariaDB-Datenbank mit allen Konfigurations- und Geschäftsdaten, die dort gespeichert sind, als komprimiertes physisches Backup. Die Anwendung läuft beim Erstellen weiter.
Die Vollsicherung ist ein verschlüsseltes Archiv (.eucbak). Sie enthält die Datenbank, die Dateien der Anwendung wie Wartemusik, Ansagen, Berichte und CDR-Dateien, die Anrufhistorie aus Elasticsearch und die Konfiguration der Installation. Während der Erfassung ist die Anwendung stillgelegt.
Was in keiner der beiden Sicherungen steckt, steht unter Nicht im Backup enthalten.
Backup manuell erstellen
Eine Vollsicherung starten Sie auf der Backup-Seite des Managers mit Vollsicherung erstellen. Voraussetzung ist mindestens ein hinterlegter Backup-Schlüssel. Während der Erfassung sind die Oberflächen und CURRI nicht erreichbar, laufende Teams-Gespräche werden getrennt. Erstellen Sie Vollsicherungen deshalb in einem Wartungsfenster. Ist die Vollsicherung in Ihrer Installation nicht freigeschaltet, zeigt die Backup-Seite einen Hinweis.
Ein Datenbank-Backup erstellen Sie so. Das System muss im Status Ready sein.
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Wählen Sie im Manager Backup erstellen.
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Warten Sie, bis das Backup in der Liste erscheint.
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Laden Sie es bei Bedarf herunter.
Backups nach Zeitplan
Automatische Sicherungen legen Sie im Manager mit einem Zeitplan fest. Sie wählen die Art, Datenbank-Backup oder Vollsicherung, und den Rhythmus:
- stündlich, täglich, wöchentlich oder monatlich
- ein Cron-Ausdruck mit Zeitzone
- für Vollsicherungen zusätzlich ein Wartungsfenster. Läufe, die außerhalb des Fensters starten würden, überspringt der Manager.
Hinweis
Standard ist täglich um 02:30 Uhr in der Zeitzone Europe/Berlin. Auch geplante Backups setzen den Status Ready voraus. Den Verlauf der Läufe sehen Sie im Manager.
Speicherorte und Aufbewahrung
Das Datenbank-Backup liegt lokal auf einem Backup-Volume im Cluster. Dort ist Platz für ein aktuelles Backup. Vollsicherungen liegen auf einem eigenen Volume, standardmäßig bleibt dort die neueste erhalten. Optional überträgt EasyUC Sicherungen zusätzlich auf einen Server:
| Protokoll | Anmeldung |
|---|---|
| SFTP | Passwort oder Schlüssel. Für Vollsicherungen muss der Host-Key des Servers bestätigt sein. |
| FTPS | FTP mit TLS |
| FTP | unverschlüsselt |
Tipp
Auf dem Remote-Ziel gilt die Aufbewahrung getrennt nach Art: standardmäßig die letzten 7 Datenbank-Backups und die letzten 2 Vollsicherungen, mit dem Wert 0 alle. Eine Aufbewahrung nach Alter gibt es nicht. Wenn Sie ältere Stände aufheben wollen, brauchen Sie ein Remote-Ziel.
Verschlüsselung
Warnung
Das Datenbank-Backup ist nicht verschlüsselt. Übertragen Sie es per SFTP oder FTPS und schützen Sie den Zielserver. Die Vollsicherung ist mit AES-256-GCM verschlüsselt. Entschlüsseln kann sie nur, wer den privaten Schlüssel zu einem der hinterlegten Backup-Schlüssel besitzt. Bewahren Sie den privaten Schlüssel getrennt von der Appliance auf und hinterlegen Sie möglichst einen zweiten Schlüssel. Gehen alle privaten Schlüssel verloren, ist das Archiv nicht mehr lesbar, auch nicht für uns.
Wiederherstellen
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Wählen Sie im Manager das Datenbank-Backup aus.
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Wählen Sie Wiederherstellen und bestätigen Sie.
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Die Wiederherstellung läuft im Hintergrund, der Manager zeigt die einzelnen Schritte an. Er baut die Datenbank aus dem Backup neu auf und initialisiert die Anwendung.
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Die Lizenz Ihrer Installation bleibt erhalten. Sie wird nicht aus dem Backup übernommen.
Wichtig
Die Datenbank wird aus dem Backup neu aufgebaut. Änderungen nach dem Zeitpunkt des Backups sind danach nicht mehr vorhanden.
Externe Backup-Datei: Eine Datei im Format .xb oder .xb.bz2 laden Sie vor der Wiederherstellung im Manager hoch. Das setzt voraus, dass auf dem System schon einmal ein lokales Backup erstellt wurde.
Vollsicherung auf derselben Installation: Der Restore-Assistent im Manager führt durch Archiv, privaten Schlüssel und Optionen. Vor dem Start prüft er das Archiv, ohne etwas zu ändern. Sie stellen vollständig wieder her oder nur die Datenbank. Wählen Sie eine aktuelle Vollsicherung als Rollback-Archiv, lässt sich ein fehlgeschlagener Lauf zurückrollen.
Neue Appliance (Disaster Recovery): Auf einer frisch installierten Appliance ohne EasyUC-Instanz baut der Disaster-Recovery-Assistent die Installation aus einer Vollsicherung neu auf. Nehmen Sie die alte Installation vorher außer Betrieb oder trennen Sie sie von CUCM und Teams.
Lizenz: Die Lizenz wird nie aus einer Sicherung übernommen. Auf derselben Installation bleibt die vorhandene Lizenz bestehen. Eine neue Appliance braucht eine eigene Lizenz. Hat sie keine, läuft sie nach der Wiederherstellung einmalig 7 Tage mit einer Restore-Lizenz.
Nicht im Backup enthalten
Das Datenbank-Backup enthält nur die Datenbank. Dateien wie Wartemusik, Ansagen, Berichte und CDR-Dateien sowie die Anrufhistorie aus Elasticsearch sichert nur die Vollsicherung. In keiner der beiden Sicherungen enthalten sind:
- die Lizenz
- die Identitätsschlüssel der Appliance. Nach einer Wiederherstellung auf einer neuen Appliance melden sich alle Benutzer neu an.
- die Backup-Schlüssel. Nach einer Disaster Recovery hinterlegen Sie sie neu.
- die Zwei-Faktor-Einrichtung des Managers
- die Cluster-Identität von K3s und Dateien des Betriebssystems
Wichtig
Bewahren Sie die Lizenzdatei, die privaten Backup-Schlüssel und Ihre Installationsdaten getrennt vom System auf.
Weitere Schutzmechanismen
- Vor jedem EasyUC-Update sichert der Manager die Datenbank selbst. Diese Sicherung dient dem Zurücksetzen auf die vorherige Version, siehe Updates.
- Vor dem Zurücksetzen auf Werkseinstellungen erstellt der Manager ein Datenbank-Backup und, wenn ein Backup-Schlüssel hinterlegt ist, standardmäßig eine Vollsicherung. Sie wählen, ob alles zurückgesetzt wird oder die Benutzerkonten erhalten bleiben.
- Vor einer Änderung von IP-Adresse oder Hostname wird automatisch ein etcd-Snapshot angelegt.
- Vor jedem Update empfehlen wir zusätzlich eine eigene Vollsicherung und einen VM-Snapshot, siehe Updates.