EasyUC

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Architektur des Basissystems

Wie EasyUC auf K3s aufgebaut ist: Schichten, Namespaces, Datendienste, Komponenten je Modul, Ingress, Speicher und Erstinstallation.

Gilt für: EasyUC 4.8.7 Stand: Oktober 2026

K3s als Grundlage

EasyUC läuft vollständig auf Kubernetes, genauer auf K3s. Der Cluster wird mit eingebettetem etcd initialisiert (cluster-init). etcd hält den Zustand des Clusters. Weitere Nodes treten später als Server bei und werden etcd-Mitglieder, siehe Nodes hinzufügen.

K3s bringt außerdem eine eingebettete Registry mit. Die Container-Images werden damit innerhalb des Clusters bereitgestellt.

Schichten

Das Basissystem besteht aus sechs Schichten, von oben nach unten:

Schichten des EasyUC-Basissystems Sechs Schichten von oben nach unten: Clients und angebundene Systeme, Traefik-Ingress, EasyUC-Anwendungskomponenten, Datendienste, Longhorn und K3s. Der EasyUC Manager im Namespace easyuc-system gleicht Anwendungskomponenten und Datendienste ab. 1 Clients und angebundene Systeme Benutzer · Agenten · Vermittlungsplätze · CUCM · Microsoft Teams 2 Traefik-Ingress (HTTPS) /admin /enduser /agent /manager APIs /curri-api 3 EasyUC-Anwendungskomponenten Kubernetes-Deployments im Namespace easyuc 4 Datendienste MariaDB · Elasticsearch · RabbitMQ, je mit eigenem Operator 5 Longhorn Blockspeicher für Datenbanken und Dateien, bei mehreren Nodes repliziert 6 K3s Control Plane und eingebettetes etcd auf einer oder mehreren Linux-VMs EasyUC Manager API mit Operator easyuc-system gleicht laufend ab
Schichten des EasyUC-Basissystems. Der Manager gleicht Anwendungskomponenten und Datendienste laufend mit der EasyUC-Ressource ab.
  • Clients und angebundene Systeme: Benutzer, Agenten, Vermittlungsplätze, CUCM und Microsoft Teams.
  • Traefik-Ingress: nimmt HTTPS-Verbindungen an und leitet sie anhand des Pfads weiter.
  • EasyUC-Anwendungskomponenten: Kubernetes-Deployments, die der Operator anlegt.
  • Datendienste: MariaDB, Elasticsearch und RabbitMQ, jeweils von einem eigenen Operator verwaltet.
  • Longhorn: Blockspeicher für Datenbanken und Dateien, bei mehreren Nodes zwischen den Nodes repliziert.
  • K3s: Control Plane und eingebettetes etcd auf einer oder mehreren Linux-VMs.

Namespaces

EasyUC nutzt zwei eigene Namespaces:

Namespaces von EasyUC
NamespaceInhalt
easyuc EasyUC-Anwendung und die Custom Resource EasyUC
easyuc-system EasyUC Manager, per Helm installiert

Datendienste und Operatoren

Für Daten nutzt EasyUC drei Dienste. Jeder wird von einem eigenen Kubernetes-Operator verwaltet, der bei der Erstinstallation mit eingerichtet wird.

Datendienste
DienstAufgabeVerwaltet durch
MariaDB Datenbank für Konfiguration und Geschäftsdaten MariaDB-Operator
Elasticsearch Suchindex, unter anderem für Logs und den Verlauf der Anrufberichte ECK (Elastic Cloud on Kubernetes)
RabbitMQ Message Broker RabbitMQ-Operator

Hinweis

Image und Speichergröße der Datendienste stehen in der EasyUC-Ressource. Stand 4.8.7 laufen MariaDB 11.8.9, RabbitMQ 4.2.5 und Elasticsearch 9.5.4. Ein normales EasyUC-Update ersetzt die Datendienste nicht, siehe Updates.

Komponenten je Modul

Die Anwendung besteht aus mehreren Komponenten, jede läuft als Kubernetes-Deployment. Der Operator legt sie an und entfernt sie wieder, je nachdem, welche Module aktiv sind.

Seit 4.8.7 starten alle Komponenten aus demselben Container-Image. Der EasyUC Manager ist ein eigenes Produkt mit eigenem Image.

Anwendungskomponenten je Modul
ModulKomponentenHinweise
Kern (immer) admin-api, admin-ui, admin-workers, websocket, public-api Laufen in jeder Modulkombination.
cucm curri-api, curri-nest, enduser-api, enduser-ui, jtapi, phonebook, proftpd proftpd ist der Upload-Dienst für SFTP und FTP.
acd acd-media JTAPI/CTI-Mediendienst mit CTI-Ports und Ansagen. Läuft im Host-Netzwerk.
teams teams-sbc, teams-ps teams-sbc: SBC auf Basis von FreeSWITCH, im Host-Netzwerk. teams-ps: automatische Einrichtung des Teams-Tenants per PowerShell.
presence presence-sync Gleicht den Anrufstatus zwischen CUCM und Teams ab. Eigener Dienst, unabhängig von den anderen Modulen zuschaltbar.

Hinweis

acd-media und teams-sbc laufen im Host-Netzwerk des Nodes. Ihre Ports liegen direkt auf der IP-Adresse dieses Nodes. teams-sbc wird auf dem Node platziert, auf dem acd-media läuft. Die Ports stehen unter Ports und Firewall.

Ingress und Pfade

Traefik nimmt die Webzugriffe per HTTPS auf TCP 443 entgegen und leitet sie anhand des Pfads an die zuständige Komponente weiter. Welche Pfade aktiv sind, hängt von den Modulen ab.

Pfade im Ingress
PfadOberfläche oder Dienst
/admin Administrationsoberfläche
/enduser Enduser-Portal
/agent Agenten-Arbeitsplatz
/manager EasyUC Manager, API unter /manager-api
APIs Programmierschnittstellen der Anwendung
/curri-api CURRI-Schnittstelle für CUCM

Hinweis

Traefik antwortet auch auf HTTP über TCP 80. Eine automatische Umleitung auf HTTPS ist nicht eingerichtet. Bis Sie ein eigenes Zertifikat aktivieren, verwendet Traefik ein selbstsigniertes Zertifikat, siehe Zertifikate.

Speicher

Longhorn stellt Blockspeicher für die Datenbanken und für Dateien bereit. Bei mehreren Nodes repliziert Longhorn die Volumes zwischen den Nodes. Bei einem einzelnen Node sind sie nicht redundant.

Im Manager sehen Sie die Longhorn-Volumes mit Status, Robustheit und Größe. Wie sich die Replikate bei einem Ausfall verhalten, beschreibt Redundanz.

Images und Registry

Alle Anwendungskomponenten stecken seit 4.8.7 in einem einzigen Container-Image auf Basis von Debian 13. Für eine Installation kommen die Images online aus der Registry registry.easy-uc.com, dafür braucht die Appliance ausgehend TCP 443 zu diesem Host. Für Standorte ohne Internetzugang gibt es Offline-Bundles.

Updates kommen als eine signierte Paketdatei, die Sie im Manager hochladen. Der Manager verteilt das Image selbst auf alle Nodes, siehe Updates ohne Internetzugang.

Erstinstallation über das Konsolenmenü

Nach dem ersten Start der VM melden Sie sich an der VM-Konsole als Benutzer easyuc an. Es erscheint ein Textmenü.

  1. Initialize K3s wählen

    Die Installation läuft offline aus Dateien, die in der Appliance enthalten sind. Ein Internetzugang ist nicht nötig.

  2. Komponenten werden installiert

    K3s, Traefik als Ingress, Longhorn als Speicher, die Operatoren für MariaDB, Elasticsearch (ECK) und RabbitMQ sowie der EasyUC Manager.

  3. Im Manager weiterarbeiten

    Die weiteren Schritte erledigen Sie im Browser, siehe Installation.

Im selben Menü ändern Sie bei Bedarf die IP-Adresse (nur bei Installationen mit einem Node), tragen unter NTP Server Ihre internen Zeitquellen ein oder deinstallieren das System.

Das Anfangspasswort des Managers wird für jede Appliance zufällig erzeugt. EasyUC selbst hat kein Standardpasswort. Das Passwort des ersten Administrators setzen Sie bei der Einrichtung.